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Warum Hunde Gras fressen – Ursachen, Bedeutung & wann du handeln solltest

Vor allem im Frühling scheint frisches Gras für Hunde besonders verlockend zu sein. Viele Hundehalter:innen stellen sich daher regelmäßig die Frage: Warum fressen Hunde Gras? Ist das ein Zeichen für Magenprobleme? Nährstoffmangel? Oder einfach normales Verhalten? Die gute Nachricht vorweg: In den meisten Fällen ist es völlig normal, wenn Hunde Gras fressen. Dennoch kann das Verhalten unterschiedliche Ursachen haben – von Verdauungsproblemen über Stress bis hin zu instinktivem Verhalten. Im Folgenden erfährst du die häufigsten Gründe und wann du genauer hinschauen solltest. Inhaltsverzeichnis 1. Verdauungsprobleme – der häufigste Grund 2. Nährstoffmangel & Ernährung 3. Durst – oft unterschätzt 4. Langeweile und Stress als Auslöser 5. Instinkt & natürliches Verhalten Ist Gras für Hunde gefährlich? Warum Hunde Gras fressen – das Fazit Jetzt frisch gekochtes Futter für deinen Hund bestellen und sparen! 1. Verdauungsprobleme – der häufigste Grund Eine der häufigsten Erklärungen, warum Hunde Gras fressen, sind Magen-Darm-Beschwerden. Die harten Grashalme können in der Kehle kitzeln und so einen Würgereiz auslösen. Dadurch erbrechen Hunde leichter. Möglicherweise versucht dein Hund, sein Verdauungssystem anzuregen oder unverdauliche Gegenstände aus dem Magen-Darm-Trakt zu befördern. Frisst dein Hund regelmäßig Gras und erbricht sich danach, solltest du das ernst nehmen und tierärztlichen Rat einholen. Besonders wenn zusätzlich Symptome wie Durchfall, Appetitlosigkeit oder Abgeschlagenheit auftreten. Sollte dein Hund regelmäßig Gras fressen, um danach zu erbrechen, solltest du dir auf jeden Fall tierärztlichen Rat einholen. Lies auch: Magen-Darm: Hund hat Probleme? 2. Nährstoffmangel & Ernährung Eine weitere mögliche Ursache, warum Hunde Gras fressen, ist ein Ungleichgewicht in der Ernährung. Gras enthält neben Wasser auch geringe Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium und Eisen. Manche Hunde versuchen möglicherweise, einen Mangel an Ballaststoffen auszugleichen. Wichtig ist daher die Frage:Erhält dein Hund ein Alleinfuttermittel oder nur Ergänzungsfutter? Eine ausgewogene, bedarfsdeckende Ernährung ist die Grundlage für ein gesundes Verdauungssystem – und kann übermäßiges Grasfressen reduzieren. Bello's Tipp: Überprüfe, ob dein Hund wirklich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist. Bei Ergänzungsfutter müssen Vitamine oder Mineralstoffe gegebenenfalls ergänzt werden. 3. Durst – oft unterschätzt Gras enthält neben Vitaminen und Mineralstoffen auch Wasser. Durstige Hunde fressen beim Spaziergang daher gerne frisches saftiges Gras. An wärmeren und heißen Tagen ist es wichtig, immer frisches Wasser für deinen Vierbeiner dabei zu haben und ihm regelmäßig anzubieten. 4. Langeweile und Stress als Auslöser Nicht immer steckt ein körperlicher Grund dahinter. Grasfressen kann auch eine sogenannte Übersprungshandlung sein. Ist dein Hund gelangweilt? Ist er überfordert oder gestresst? Befindet er sich in einer ungewohnten Situation? Das Kauen kann beruhigend wirken. In solchen Fällen hilft es, Spaziergänge abwechslungsreicher zu gestalten oder gezieltes Training einzubauen. Zeigt dein Hund das Verhalten stressbedingt, solltest du die Ursache identifizieren und ihm helfen, die Situation entspannter zu meistern. 5. Instinkt & natürliches Verhalten Welpen beobachten häufig das Verhalten ihrer Mutter und übernehmen es. Darüber hinaus handelt es sich beim Grasfressen um ein instinktives Verhalten, das auf die Vorfahren unserer Hunde zurückgeht. Manche Expert:innen gehen davon aus, dass Wölfe Pflanzenreste aus dem Magen ihrer Beutetiere aufgenommen haben. Andere vermuten, dass es dem Verbergen des Eigengeruchs diente. Kurz gesagt: Ein gewisses Maß an Grasfressen ist evolutionär bedingt und völlig normal. Teste HelloBello und spare auf deine erste Lieferung! Ist Gras für Hunde gefährlich? Grundsätzlich gilt: Gras selbst ist nicht giftig. Du solltest jedoch darauf achten, dass dein Hund kein Gras frisst: das mit Pestiziden behandelt wurde das am Straßenrand stark befahrener Straßen wächst das mit Schadstoffen belastet sein könnte Zusätzlich ist Vorsicht geboten, wenn dein Hund unbekannte Pflanzen frisst. Viele Pflanzen sind für Hunde giftig. Giftige Pflanzen für Hunde (Auswahl): Agave Alpenveilchen Blauregen Christusstern Efeu Goldregen Hortensie Kirschlorbeer Lilien Oleander Rhododendron Tulpen Treten Symptome wie starkes Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe, Abgeschlagenheit oder ungewöhnlich hoher Durst auf, solltest du umgehend tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Warum Hunde Gras fressen – das Fazit Das Grasfressen bei Hunden ist in den meisten Fällen harmlos und natürlich. Dennoch lohnt es sich, genauer hinzusehen: Tritt es regelmäßig mit Erbrechen auf? Zeigt dein Hund weitere Symptome? Besteht möglicherweise ein Nährstoffmangel? Könnte Stress oder Langeweile eine Rolle spielen? Bei Verdauungsproblemen oder Unsicherheiten empfiehlt sich eine tierärztliche Abklärung. Auch eine Überprüfung der Fütterung kann sinnvoll sein. Mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Bewegung und mentaler Auslastung lässt sich das Verhalten oft gut einordnen und begleiten. Wolfgang Maurer Bereit, deinem Hund ein gesünderes und längeres Leben zu schenken? Jetzt frisch gekochtes Hundefutter bestellen und 30% sparen! Jetzt bestellen

Wolfgang Maurer
Wasservergiftung beim Hund: Symptome, Behandlung & Prävention

Sommer, Sonne, Badespaß! Für die meisten Fellnasen gibt es in der heißen Jahreszeit nichts Schöneres, als sich in einen kühlen See zu stürzen, Stöckchen aus dem Wasser zu apportieren oder wild nach dem Wasserstrahl des Gartenschlauchs zu schnappen. Viele Hundebesitzer wissen ganz genau, dass ein zu hoher Wasserverlust (Dehydration) bei Hitze schwerwiegende Folgen haben kann. Doch wusstest du, dass auch das exakte Gegenteil eine unsichtbare, absolut tödliche Gefahr darstellt? Die Rede ist von der Wasservergiftung beim Hund. Nur sehr wenige Halter sind sich bewusst, dass eine zu hohe Wasseraufnahme in kurzer Zeit zu massiven gesundheitlichen Problemen und oft sogar zum Tod führt. In diesem lebensrettenden Ratgeber erklären wir dir, wie es zu dieser Vergiftung kommt, welche Hunde zur Hochrisikogruppe gehören, auf welche Symptome du zwingend achten musst und wie du im absoluten Notfall richtig handelst. Inhaltsverzeichnis Was ist eine Wasservergiftung beim Hund genau? Warum das Anschwellen der Zellen lebensgefährlich ist Welche Wassermenge ist für meinen Hund gefährlich? Risikofaktoren: Welche Hunde sind besonders gefährdet? Symptome einer Wasservergiftung beim Hund Erste Hilfe: Behandlung und Notfall-Maßnahmen Prävention: Wie kann ich eine Wasservergiftung vermeiden? Unser HelloBello Fazit Was ist eine Wasservergiftung beim Hund genau? In der medizinischen Fachsprache wird die Wasservergiftung als hypotone Hyperhydratation bezeichnet. Dazu kommt es, wenn ein Hund in sehr kurzer Zeit so viel Wasser schluckt, dass der Körper es nicht mehr schnell genug über die Nieren ausscheiden kann. Trinkt ein Hund zu viel, befindet sich plötzlich extrem viel Flüssigkeit im Blutkreislauf. Dadurch verdünnt sich das Blut massiv und der Natriumgehalt (Salzgehalt) sinkt drastisch ab. Natrium ist jedoch ein essenzieller Mineralstoff, der für die Weiterleitung von Nervenimpulsen und den Wasserhaushalt der Zellen unverzichtbar ist. Um diesen bedrohlichen Mangel an Elektrolyten im Blut auszugleichen, reagiert der Körper fatal: Die Körperzellen beginnen, das überschüssige Wasser wie kleine Schwämme aufzusaugen. Sie schwemmen auf und werden immer größer. Warum das Anschwellen der Zellen lebensgefährlich ist Besonders dramatisch wird dieser Prozess im Kopf des Hundes. Das Gehirn ist von der harten, knöchernen Schädeldecke umhüllt und hat absolut keinen Platz, um sich auszudehnen. Wenn die Gehirnzellen anschwellen, steigt der Hirndruck massiv an, was unweigerlich zu schweren neurologischen Störungen führt. Aber auch die anderen Zellen des Körpers schwellen an und führen zu enormen internistischen Problemen. Besonders die ohnehin hart arbeitenden Nieren sind hier betroffen. Tiere mit einer schwachen Niere sind extrem gefährdet, da gerade die Niere für eine optimale Funktion einen ganz bestimmten Natriumgehalt im Blut benötigt. Ist dieser nicht gegeben, kann paradoxerweise weniger Urin ausgeschieden werden – das Wasser staut sich immer weiter im Körper an. Ein absoluter Teufelskreis! Teste HelloBello und spare auf deine erste Lieferung! Welche Wassermenge ist für meinen Hund gefährlich? Ab einer Wasseraufnahme von ungefähr 1/3 des Körpergewichtes in kurzer Zeit kann es zu ersten Symptomen kommen. ACHTUNG: Das ist lediglich ein Richtwert und kann von Hund zu Hund unterschiedlich sein. Dazu kommt, dass es schwierig ist genau abzumessen, wie viel ein Hund beim Spiel aufgenommen hat. Lies auch: Mein Hund trinkt viel – Daran kann es liegen Risikofaktoren: Welche Hunde sind besonders gefährdet? Ist dein Hund eine absolute „Wasserratte“? Bringt er unermüdlich das Bällchen aus dem Gewässer zurück? Hört er gar nicht mehr auf, in den Wasserstrahl eines Gartenschlauchs hineinzubeißen? Wenn du diese Fragen mit "Ja" beantworten kannst, gehört dein Liebling in jedem Fall zur absoluten Risikogruppe! Neben dem Verhalten spielen jedoch auch körperliche Voraussetzungen eine große Rolle: Hunde mit niedrigem Körperfettgehalt: Sehr schlanke, sportliche und durchtrainierte Hunde (wie Windhunde oder aktive Hütehunde) sind deutlich stärker gefährdet. Der Grund liegt in der Biologie: Fettzellen können sehr viel Wasser aufnehmen und als eine Art Puffer dienen. Bei sehr schlanken Hunden fehlt diese Möglichkeit der Flüssigkeitsspeicherung im Gewebe, wodurch das Wasser viel schneller direkt ins Gehirn wandert. Kleine Hunde und Welpen: Aufgrund ihrer geringen Körpermasse ist bei ihnen die toxische Grenze (das besagte Drittel des Körpergewichts) viel schneller erreicht. Ein kleiner Fehltritt am Wasser kann hier blitzschnell böse enden. Symptome einer Wasservergiftung beim Hund Eine Wasservergiftung beim Hund ist unfassbar tückisch, da die Symptome anfangs oft mit normaler Erschöpfung nach dem Schwimmen verwechselt werden. Doch in diesem Fall zählt jede Minute! Erste Warnsignale (Frühstadium): Zuerst wirkt dein Hund plötzlich sehr matt, apathisch und extrem erschöpft. Er beginnt stark zu würgen oder zu erbrechen (oft spuckt er pures Wasser). Der Bauch wirkt hart und stark aufgebläht (Wasserbauch). Die Schleimhäute im Maul werden auffällig blass und hell. Fortgeschrittenes Stadium: Der Hund leidet unter Hypersalivation (er beginnt extrem stark zu speicheln und zu tropfen). Die Pupillen sind stark erweitert und reagieren kaum noch auf Licht. Es kommt zu Koordinationsstörungen – der Hund torkelt, als wäre er betrunken. Du bemerkst unkontrollierte Zuckungen der Muskulatur und unkontrollierten Harnabsatz. Kritisches Endstadium: Der Hund ist nicht mehr ansprechbar. Es kommt zu massiven Krämpfen, Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma und schließlich zum Tod. Erschreckende Fakten: Zwei von drei Fällen einer Wasservergiftung enden leider tödlich! Bei kleinen Hunden tritt der Tod oft schon nach 2 bis 4 Stunden ein, bei großen Rassen nach etwa 7 bis 9 Stunden. Jetzt frisch gekochtes Futter für deinen Hund bestellen und sparen! Erste Hilfe: Behandlung und Notfall-Maßnahmen Wenn du den geringsten Verdacht hast, dass dein Hund nach dem Plantschen zu viel Wasser geschluckt hat und erste Symptome zeigt, muss sofort gehandelt werden!  1. Wasserzufuhr sofort stoppen: Hole den Hund aus dem Wasser und halte ihn von sämtlichen Trinkquellen fern. 2. Salz füttern: Um den extrem gefährlichen Abfall der Elektrolyte (Natrium) im Blut kurzfristig auszugleichen, kannst du sofort stark salzhaltige Speisen anbieten. Gut funktionieren hier zum Beispiel einfache Salzstangerl oder Salzkekse, die du bestenfalls bei jedem Badeausflug in der Tasche hast. 3. Ab zum Tierarzt – sofort! Hunde, denen es schlecht geht, müssen umgehend und ohne Umwege in eine Tierklinik gebracht werden. Wichtig: Bitte rufe immer an, während ihr bereits auf dem Weg seid! Melde dein Eintreffen und kommuniziere klar deinen Verdacht auf Wasservergiftung beim Hund. Es bringt absolut nichts, wenn ihr zu einem Tierarzt fahrt, der kein Labor hat, um die Elektrolyte sofort im Blut zu messen. In der Klinik wird der Tierarzt versuchen, die Elektrolyte per Infusion vorsichtig auszugleichen und spezielle Medikamente zur kontrollierten Wasserreduktion (Diuretika) verabreichen. Dennoch kann es auch bei schneller Hilfe zu Spätfolgen im Gehirn kommen (osmotische Demyelinisierung), die das Tier auch nach einigen Tagen noch das Leben kosten können. Prävention: Wie kann ich eine Wasservergiftung vermeiden? Damit es gar nicht erst zu diesem Albtraum kommt, kannst du als aufmerksamer Hundehalter glücklicherweise sehr viel tun. Mit den folgenden Vorsichtsmaßnahmen steht dem Badespaß nichts im Wege: Sorge für Pausen: Lass deinen Vierbeiner nicht zu lange am Stück im Wasser spielen. Hole ihn nach 10-15 Minuten heraus. Bewegung an Land: Gehe zwischen den Badeeinheiten immer wieder eine kleine Runde spazieren. Das fördert die Nierenaktivität enorm und regt den Hund zum rettenden Harnabsatz an. Kein Tauchen: Lass deinen Hund niemals nach Steinen oder Spielsachen auf den Grund des Wassers tauchen. Dabei wird unfreiwillig sehr viel Wasser geschluckt. Das richtige Spielzeug: Beachte zwingend die Spielzeugform beim Apportieren aus dem Wasser! Insbesondere beim Tragen von runden Tennisbällen schluckt der Hund viel Wasser, weil er das Maul beim Schwimmen extrem weit offen halten muss. Besser sind hier „flache“ Spielsachen wie Frisbees oder spezielle Wasser-Dummys. Vorsicht am Schlauch: Verbiete das Beißen in Rasensprenger oder den harten Strahl des Gartenschlauchs konsequent. Aufsichtspflicht: Lass deinen Hund nie aus den Augen, wenn er im Wasser spielt. Notfall-Kit: Nimm sicherheitshalber Salzstangerl mit, wenn ihr euch am Wasser aufhaltet, und speichere die Nummer der nächsten Tierklinik im Handy ein. Lies auch unseren generellen Ratgeber zum Thema Hitze und Hund – ein gefährliches Duo, um deinen Vierbeiner im Sommer rundum optimal zu schützen. Unser HelloBello Fazit Eine Wasservergiftung beim Hund ist eine potenzielle, oft unterschätzte und sehr schnelle Todesfalle. Lasst euch trotz allem den geliebten Sommerspaß nicht verderben! Mit ein wenig Umsicht, dem richtigen flachen Spielzeug und regelmäßigen Pinkel-Pausen an Land steht dem ausgelassenen Plantschen im kühlen Nass überhaupt nichts im Wege. Dr.Eva Isabella Schmal-Filius

Dr. Eva Schmal-Filius
Wasservergiftung beim Hund: Symptome, Behandlung & Prävention

Sommer, Sonne, Badespaß! Für die meisten Fellnasen gibt es in der heißen Jahreszeit nichts Schöneres, als sich in einen kühlen See zu stürzen, Stöckchen aus dem Wasser zu apportieren oder wild nach dem Wasserstrahl des Gartenschlauchs zu schnappen. Viele Hundebesitzer wissen ganz genau, dass ein zu hoher Wasserverlust (Dehydration) bei Hitze schwerwiegende Folgen haben kann. Doch wusstest du, dass auch das exakte Gegenteil eine unsichtbare, absolut tödliche Gefahr darstellt? Die Rede ist von der Wasservergiftung beim Hund. Nur sehr wenige Halter sind sich bewusst, dass eine zu hohe Wasseraufnahme in kurzer Zeit zu massiven gesundheitlichen Problemen und oft sogar zum Tod führt. In diesem lebensrettenden Ratgeber erklären wir dir, wie es zu dieser Vergiftung kommt, welche Hunde zur Hochrisikogruppe gehören, auf welche Symptome du zwingend achten musst und wie du im absoluten Notfall richtig handelst. Inhaltsverzeichnis Was ist eine Wasservergiftung beim Hund genau? Warum das Anschwellen der Zellen lebensgefährlich ist Welche Wassermenge ist für meinen Hund gefährlich? Risikofaktoren: Welche Hunde sind besonders gefährdet? Symptome einer Wasservergiftung beim Hund Erste Hilfe: Behandlung und Notfall-Maßnahmen Prävention: Wie kann ich eine Wasservergiftung vermeiden? Unser HelloBello Fazit Was ist eine Wasservergiftung beim Hund genau? In der medizinischen Fachsprache wird die Wasservergiftung als hypotone Hyperhydratation bezeichnet. Dazu kommt es, wenn ein Hund in sehr kurzer Zeit so viel Wasser schluckt, dass der Körper es nicht mehr schnell genug über die Nieren ausscheiden kann. Trinkt ein Hund zu viel, befindet sich plötzlich extrem viel Flüssigkeit im Blutkreislauf. Dadurch verdünnt sich das Blut massiv und der Natriumgehalt (Salzgehalt) sinkt drastisch ab. Natrium ist jedoch ein essenzieller Mineralstoff, der für die Weiterleitung von Nervenimpulsen und den Wasserhaushalt der Zellen unverzichtbar ist. Um diesen bedrohlichen Mangel an Elektrolyten im Blut auszugleichen, reagiert der Körper fatal: Die Körperzellen beginnen, das überschüssige Wasser wie kleine Schwämme aufzusaugen. Sie schwemmen auf und werden immer größer. Warum das Anschwellen der Zellen lebensgefährlich ist Besonders dramatisch wird dieser Prozess im Kopf des Hundes. Das Gehirn ist von der harten, knöchernen Schädeldecke umhüllt und hat absolut keinen Platz, um sich auszudehnen. Wenn die Gehirnzellen anschwellen, steigt der Hirndruck massiv an, was unweigerlich zu schweren neurologischen Störungen führt. Aber auch die anderen Zellen des Körpers schwellen an und führen zu enormen internistischen Problemen. Besonders die ohnehin hart arbeitenden Nieren sind hier betroffen. Tiere mit einer schwachen Niere sind extrem gefährdet, da gerade die Niere für eine optimale Funktion einen ganz bestimmten Natriumgehalt im Blut benötigt. Ist dieser nicht gegeben, kann paradoxerweise weniger Urin ausgeschieden werden – das Wasser staut sich immer weiter im Körper an. Ein absoluter Teufelskreis! Teste HelloBello und spare auf deine erste Lieferung! Welche Wassermenge ist für meinen Hund gefährlich? Ab einer Wasseraufnahme von ungefähr 1/3 des Körpergewichtes in kurzer Zeit kann es zu ersten Symptomen kommen. ACHTUNG: Das ist lediglich ein Richtwert und kann von Hund zu Hund unterschiedlich sein. Dazu kommt, dass es schwierig ist genau abzumessen, wie viel ein Hund beim Spiel aufgenommen hat. Lies auch: Mein Hund trinkt viel – Daran kann es liegen Risikofaktoren: Welche Hunde sind besonders gefährdet? Ist dein Hund eine absolute „Wasserratte“? Bringt er unermüdlich das Bällchen aus dem Gewässer zurück? Hört er gar nicht mehr auf, in den Wasserstrahl eines Gartenschlauchs hineinzubeißen? Wenn du diese Fragen mit "Ja" beantworten kannst, gehört dein Liebling in jedem Fall zur absoluten Risikogruppe! Neben dem Verhalten spielen jedoch auch körperliche Voraussetzungen eine große Rolle: Hunde mit niedrigem Körperfettgehalt: Sehr schlanke, sportliche und durchtrainierte Hunde (wie Windhunde oder aktive Hütehunde) sind deutlich stärker gefährdet. Der Grund liegt in der Biologie: Fettzellen können sehr viel Wasser aufnehmen und als eine Art Puffer dienen. Bei sehr schlanken Hunden fehlt diese Möglichkeit der Flüssigkeitsspeicherung im Gewebe, wodurch das Wasser viel schneller direkt ins Gehirn wandert. Kleine Hunde und Welpen: Aufgrund ihrer geringen Körpermasse ist bei ihnen die toxische Grenze (das besagte Drittel des Körpergewichts) viel schneller erreicht. Ein kleiner Fehltritt am Wasser kann hier blitzschnell böse enden. Symptome einer Wasservergiftung beim Hund Eine Wasservergiftung beim Hund ist unfassbar tückisch, da die Symptome anfangs oft mit normaler Erschöpfung nach dem Schwimmen verwechselt werden. Doch in diesem Fall zählt jede Minute! Erste Warnsignale (Frühstadium): Zuerst wirkt dein Hund plötzlich sehr matt, apathisch und extrem erschöpft. Er beginnt stark zu würgen oder zu erbrechen (oft spuckt er pures Wasser). Der Bauch wirkt hart und stark aufgebläht (Wasserbauch). Die Schleimhäute im Maul werden auffällig blass und hell. Fortgeschrittenes Stadium: Der Hund leidet unter Hypersalivation (er beginnt extrem stark zu speicheln und zu tropfen). Die Pupillen sind stark erweitert und reagieren kaum noch auf Licht. Es kommt zu Koordinationsstörungen – der Hund torkelt, als wäre er betrunken. Du bemerkst unkontrollierte Zuckungen der Muskulatur und unkontrollierten Harnabsatz. Kritisches Endstadium: Der Hund ist nicht mehr ansprechbar. Es kommt zu massiven Krämpfen, Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma und schließlich zum Tod. Erschreckende Fakten: Zwei von drei Fällen einer Wasservergiftung enden leider tödlich! Bei kleinen Hunden tritt der Tod oft schon nach 2 bis 4 Stunden ein, bei großen Rassen nach etwa 7 bis 9 Stunden. Jetzt frisch gekochtes Futter für deinen Hund bestellen und sparen! Erste Hilfe: Behandlung und Notfall-Maßnahmen Wenn du den geringsten Verdacht hast, dass dein Hund nach dem Plantschen zu viel Wasser geschluckt hat und erste Symptome zeigt, muss sofort gehandelt werden!  1. Wasserzufuhr sofort stoppen: Hole den Hund aus dem Wasser und halte ihn von sämtlichen Trinkquellen fern. 2. Salz füttern: Um den extrem gefährlichen Abfall der Elektrolyte (Natrium) im Blut kurzfristig auszugleichen, kannst du sofort stark salzhaltige Speisen anbieten. Gut funktionieren hier zum Beispiel einfache Salzstangerl oder Salzkekse, die du bestenfalls bei jedem Badeausflug in der Tasche hast. 3. Ab zum Tierarzt – sofort! Hunde, denen es schlecht geht, müssen umgehend und ohne Umwege in eine Tierklinik gebracht werden. Wichtig: Bitte rufe immer an, während ihr bereits auf dem Weg seid! Melde dein Eintreffen und kommuniziere klar deinen Verdacht auf Wasservergiftung beim Hund. Es bringt absolut nichts, wenn ihr zu einem Tierarzt fahrt, der kein Labor hat, um die Elektrolyte sofort im Blut zu messen. In der Klinik wird der Tierarzt versuchen, die Elektrolyte per Infusion vorsichtig auszugleichen und spezielle Medikamente zur kontrollierten Wasserreduktion (Diuretika) verabreichen. Dennoch kann es auch bei schneller Hilfe zu Spätfolgen im Gehirn kommen (osmotische Demyelinisierung), die das Tier auch nach einigen Tagen noch das Leben kosten können. Prävention: Wie kann ich eine Wasservergiftung vermeiden? Damit es gar nicht erst zu diesem Albtraum kommt, kannst du als aufmerksamer Hundehalter glücklicherweise sehr viel tun. Mit den folgenden Vorsichtsmaßnahmen steht dem Badespaß nichts im Wege: Sorge für Pausen: Lass deinen Vierbeiner nicht zu lange am Stück im Wasser spielen. Hole ihn nach 10-15 Minuten heraus. Bewegung an Land: Gehe zwischen den Badeeinheiten immer wieder eine kleine Runde spazieren. Das fördert die Nierenaktivität enorm und regt den Hund zum rettenden Harnabsatz an. Kein Tauchen: Lass deinen Hund niemals nach Steinen oder Spielsachen auf den Grund des Wassers tauchen. Dabei wird unfreiwillig sehr viel Wasser geschluckt. Das richtige Spielzeug: Beachte zwingend die Spielzeugform beim Apportieren aus dem Wasser! Insbesondere beim Tragen von runden Tennisbällen schluckt der Hund viel Wasser, weil er das Maul beim Schwimmen extrem weit offen halten muss. Besser sind hier „flache“ Spielsachen wie Frisbees oder spezielle Wasser-Dummys. Vorsicht am Schlauch: Verbiete das Beißen in Rasensprenger oder den harten Strahl des Gartenschlauchs konsequent. Aufsichtspflicht: Lass deinen Hund nie aus den Augen, wenn er im Wasser spielt. Notfall-Kit: Nimm sicherheitshalber Salzstangerl mit, wenn ihr euch am Wasser aufhaltet, und speichere die Nummer der nächsten Tierklinik im Handy ein. 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Dr. Eva Schmal-Filius

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